Fernsehsendung: DDR
Der Alltag und seine Grenzen in den 1980er-Jahren
Fotoshooting DDR – Bilder zwischen Propaganda und Alltag gibt Einblicke in das Leben in der DDR. Die Dokumentation stellt zwei Fotografinnen und zwei Fotografen vor, deren Werke in den letzten Jahren neu entdeckt wurden: Eberhard Klöppel, Dietmar Riemann, Barbara Wolff und Christiane Eisler.
Fotografinnen und Fotografen in der DDR hatten einen überraschend großen Freiheitsspielraum, eine ausdrückliche Bildzensur gab es nicht. So konnten sie auch sichtbar machen, was von der Staatsmacht ausgeblendet werden sollte.
Eberhard Klöppel wuchs im Mansfelder Land auf und realisierte als Pressefotograf für die „Neue Berliner Illustrierte“ viele Bildreportagen, die nun vielfältige Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Menschen in der DDR bieten.
Dietmar Riemann aus Hartha in Sachsen sah den Staat, in dem er lebte, zunehmend kritisch. 1986 stellte er einen Ausreiseantrag, der erst 1989 bewilligt wurde. In der Zeit des Wartens und der Ungewissheit schrieb er ein über 1.000-seitiges Tagebuch und fotografierte heimlich die Berliner Mauer und Grenzanlagen.
Die gebürtige Brandenburgerin Barbara Wolff dokumentierte in den 70er und 80er Jahren das Leben auf dem Land. Ihre Bilder zeigen einen Dorfalltag, der in vielen Aspekten trotz der sozialistischen Umgestaltung der Landwirtschaftsproduktion archaisch erschien.
Die in Berlin geborene Fotografin Christiane Eisler kam Anfang der 80er Jahre mit der Punk-Bewegung in Berührung und porträtierte eine der ersten Punkbands in der DDR: „Wutanfall“. Außerdem zeigen ihre Bilder die Lebensbedingungen in den Erziehungsanstalten, in die junge Punkerinnen und Punker in den 1980er-Jahren zwangseingewiesen wurden.
- Arte
- 28. Februar 2026, 21.50 Uhr
- Mediathek: bis 31. März 2028