Fernsehsendung
Mit Fotos gegen das Vergessen ankämpfen
Mit zwölf Jahren begann die Regisseurin Juliette Thomas einen Dokumentarfilm über ihre Eltern und Großeltern. Als 20 Jahre später das Familiengedächtnis mit der Demenzerkrankung der Oma zunehmend erlischt, nimmt Juliette den Dreh wieder auf und verbindet ihn mit Fotos und Super-8-Filmen des Opas. So bleibt im Film Bis die Erinnerung uns scheidet ihr aller Andenken lebendig.
Juliette beginnt, die letzten Momente des gemeinsamen Lebens eines Paares zu filmen, das ihre Vorstellung von Liebe geprägt hat. Ursprünglich wollte sie dokumentieren, wie ihr Großvater seine Rolle als pflegender Angehöriger empfindet, sich mit der Realität dieser Krankheit auseinandersetzen und einer fast 65 Jahre währenden Beziehung ein filmisches Denkmal setzen.
Doch im Laufe der Gespräche und der Dreharbeiten entsteht eine Parallelerzählung, die ihre idealisierte Wahrnehmung dieses Vorzeigepaars differenzierter erscheinen lässt. Daraufhin setzt sich Juliette das Ziel, die Schattenseiten ihrer Familiengeschichte zu erkunden, bevor sich die Antworten in den Mäandern der Erinnerung und der Trauer verlieren.
- arte
- 4. Februar 2026, 23.25 Uhr
- Mediathek: bis 12. Juni 2026