Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Kameras  

Fujifilm X-T2

Rasantes Top-Modell

Fujifilm bietet innerhalb seiner X-Systemkameras zwei Produktlinien an: Die „Pro“-Serie ähnelt äußerlich klassischen Messsucherkameras, arbeitet aber mit dem innovativen Hybrid-Sucher, der elektronisches Sucher- mit optischem Messsuchersystem kombiniert. Die „T“-Serie dagegen setzt ausschließlich auf elektronische Sucher und orientiert sich im Design an klassischen SLR-Kameras.

Nach der Vorstellung der „X-Pro2“ zu Beginn des Jahres präsentiert das Unternehmen jetzt die ebenfalls zweite Version der T-Reihe. Die „X-T2“ nutzt wie das „Pro“-Flaggschiff einen von Fujifilm selbst entwickelten Bildsensor der „X-Trans CMOS“-Reihe, der nun in der dritten Generation vorliegt und 24 Megapixel erreicht. Unterstützt wird er vom ebenfalls neuen Bildprozessor „X Prozessor Pro“, der die Aufnahmedaten viermal schneller als bei Vorgängermodell verarbeiten soll. Trotz des durch die hohe Auflösung vergrößerten Datenvolumens wurden die Speichergeschwindigkeit, die Einschaltzeit und die Serienbildgeschwindigkeit signifikant verbessert. Bei ausschließlicher Nutzung des elektronischen Verschlusssystems mit Belichtungszeiten von bis zu 1/32.000 Sekunde kann die Kamera bis zu 14 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Ansonsten sind es acht Bilder pro Sekunde, während bei Anschluss des optional angebotenen Batteriegriffs „VPB-XT2“ bis zu elf Bilder pro Sekunde erreicht werden. Er trägt daher auch die treffende Bezeichnung „Power Booster Handgriff“.

Um das zu unterstützen, wurde auch der Autofokus erheblich verbessert. Statt mit 49 arbeitet er nun mit 91 AF-Fokuspunkten, wobei zusätzlich bis zu 325 AF-Bereiche definiert werden können. Auf etwa 40 Prozent der Bildfläche sind schnelle und präzise Phasendetektionsfelder von diesem „Hybrid Autofokus“ nutzbar, der Kontrastmessung und die von SLRs bekannte Phasendetektionserkennung zu einem sehr schnellen und präzisen System kombiniert.

Im staub- und spritzwassergeschützten Gehäuse der neuen X-T2 kommt ein sehr großer OLED-Farbsucher mit einer Auflösung von 2,36 Millionen RGB-Bildpunkten zum Einsatz, der eine exakte Bildkontrolle und manuelle Fokussierung auf komfortable Weise erlaubt. Alternativ kann man den klappbaren Rückseitenmonitor mit 1,04 Millionen RGB-Bildpunkten und einer Diagonalen von 7,6 Zentimetern zur Bildkontrolle nutzen.

Die früher von Fujifilm etwas stiefmütterlich behandelte Videofunktion wurde bei der X-T2 erheblich erweitert. Erstmals unter den X-Kameras erlaubt sie eine 4K-Aufzeichnung. Dabei bietet sie eine umfassende Auswahl von Aufnahmefrequenzen mit bis zu 60 Bildern im Full-HD- oder 720p-Modus und erreicht auch hohe Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde für eine verbesserte Filmqualität. Auch die weitere Ausstattung der Kamera ist beachtlich: Integriertes Wi-Fi-System, umfangreiche Filmsimulationen, hohe Lichtempfindlichkeit bis ISO 51.200 im erweiterten Modus, individuelle Konfiugrationseinstellungen und vieles mehr gehören dazu.

Der Preis der neuen Fujifilm X-T2, die mit allen Objektiven für das Fujifilm-X-Bajonett arbeiten kann, wird 1.699 Euro betragen. Die neue Kamera soll im September 2016 auf den Markt kommen und im Kit mit dem 18-55-Millimeter-Kit-Objektiv 1.999 Euro kosten.

FOTO HITS hatte die Gelegenheit, die neue Kamera bei ihrer Präsentation erstmalig auszuprobieren. Die Ergebnisse finden sich hier in einem kurzen Überblick über die Ergebnisse.


Anzeige