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Gebanntes Licht

Experimentelle Fotografie in Stuttgart

Die Ausstellung „Gebanntes Licht“ widmet sich dem Kern der Fotografie, der letztlich aus Licht und einem Trägermaterial besteht. Davon ausgehend haben Künstler untersucht, was man damit bis hin zu Gedanken und Konzepten erfassen kann. So etwa versuchten sich Man Ray oder László Moholy-Nagy von der sklavischen Abbildung der Realität zu lösen, indem sie mit Photogrammen experimentierten. Andere wie Monika Baumgartl oder Walter De Marias nutzen die Leuchtspur des Monds oder Blitze, um mit Licht zu experimentieren.

Geradezu ein Klassiker ist Ugo Mulas‘ „36 verlorenen Gelegenheiten“. Sie enthalten die Abbildungen eines unbelichteten Films bestehend aus 36 Rahmen samt Perforation. Ihre Zen-buddhistische Schlichtheit folgt der berühmten Frage: Wenn im Wald ein Baum fällt, obwohl niemand da ist, der es hören könnte, macht er trotzdem ein Geräusch? Oder hier: Was sieht man, wenn das Bild eines Films zwar augenscheinlich an der Wand hängt, aber nichts außer sich selbst enthält? Über die Werke kann man bis 19. Oktober 2014 in der „Staatsgalerie Stuttgart“ nachdenken.

Bild: Marcel Duchamp, Ombres portées (Schlagschatten), 1917/18, © VG Bild-Kunst, Bonn 2014

 


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