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Hans Stand in der Städtischen Galerie Iserlohn

Erde – Unberührte Landschaften, zerstörte Landschaften

Hans Strand, Ikone der skandinavischen Landschaftsfotografie, kommt erstmals mit einer großen Werkschau nach Deutschland. Iserlohn ist die zweite Station der Ausstellungsreihe, die in Kooperation mit dem Stadtmuseum Schleswig und dem Naturkundemuseum Reutlingen entstanden ist. „Erde“ spannt einen weiten Bogen über das fotografische Werk des Künstlers und zeigt verschiedene Facetten seiner Arbeit. Zum einen die erhabene Schönheit Islands mit seinen unberührten Landschaften vulkanischen Ursprungs, die manchmal so farbintensiv und surreal anmuten, dass man sich auf einen anderen Planeten versetzt wähnt. Intime Landschafts-Details aus Nordeuropa sind ein weiteres Sujet der Ausstellung. Ob Eisstrukturen, Muster im Sand oder das verflochtene Astwerk regennasser Buchen – wie kaum ein anderer versteht es der Meister der Mittelformat-Fotografie, die Ordnung im Chaos der Natur zu entdecken und vermeintlich banale Szenen in komplexe Kunstwerke zu verwandeln.

Zu den jüngsten Projekten des Schweden gehören großformatige Luftaufnahmen, die in kompositorischer Vollendung die Überprägung und Zerstörung spanischer Landschaften durch Landwirtschaft und Bergbau so zu dokumentieren verstehen, dass man von einer Ästhetik des Schreckens sprechen könnte.

Hans Strand wurde 1955 in Marmaverken, Schweden, geboren und arbeitet seit 1990 als professioneller Fotograf. Seine Bilder wurden in namhaften internationalen Foto-Wettbewerben ausgezeichnet, weltweit in Magazinen und Büchern veröffentlicht und in Ausstellungen präsentiert. Überdies ist er Autor von sieben Bildbänden. Hans Strand lebt mit seiner Familie in Stockholm.

Die Ausstellung ist noch bis zum 2. Februar 2020 in der Städtischen Galerie Iserlohn zu sehen


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