Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Leica Oskar Barnack Award 2016

Scarlett Coten gewinnt mit „Mectoub“

Die französische Fotografin Scarlett Coten hat den „Leica Oskar Barnack Award 2016“ gewonnen. Sie erhielt ihn gestern (28. September 2016) im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Berlin. Ihre beeindruckende Bilderserie „Mectoub“, in der sie das Rollen- und Männlichkeitsbild in der arabischen Welt beleuchtet, konnte die Jury überzeugen. Im Zuge des „Arabischen Frühlings“ hatte Scarlett Coten damit begonnen, sich mit den sich ändernden Gesellschaftsstrukturen in Nordafrika und dem Nahen Osten zu beschäftigen. Aus der Perspektive eines weiblichen Kamerablicks gelang es ihr, sehr direkte Porträts der von ihr fotografierten Männer zu inszenieren.

Mit „Mectoub“, einem Wortspiel aus dem arabischen „maktub“, das für das schicksalhafte „Es ist geschrieben, …“ steht, und dem französischen „mec“, das umgangssprachlich freundlich „den Macker“ bezeichnet, gelingt es Coten, das traditionelle Männerbild der arabischen Welt subtil zu hinterfragen. Die Hauptkategorie der Leica Oskar Barnack Awards ist mit 25.000 Euro sowie einer Kameraausrüstung des Leica M-Systems im Wert von 10.000 Euro dotiert.

Den diesjährigen „Leica Oskar Barnack Award Newcomer“ erhält die Fotografin Clémentine Schneidermann für ihre Serie „The Unbearable, the Sadness and the Rest“. Vor knapp einem Jahr zog die in Paris geborene Fotografin nach Abertillery in Südwales. Sie hatte bereits ihr Studium in Newport abgeschlossen und begann im Rahmen eines Residenzprogramms, sich in ihren Bildern intensiv mit der Lebenssituation in der Region zu beschäftigen. Sie erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro und eine Leica Messsucherkamera.


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