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Nikon Z 6II und Nikon Z 7II

Nikon: Z wie Zweite Generation

Nikon hat die zweite Generation der beiden spiegellosen Vollformatkameras Z 6 und Z 7 präsentiert. Wie bei den bisherigen Modellen unterschieden sich auch die beiden Neuvorstellungen in erster Linie durch ihre Sensorauflösungen, die bei der Z 6II 24,5 Megapixel und bei der Z 7II satte 45,7 Megapixel betragen.

Nicht nur Ziffer der Modellreihe stieg von 1 auf 2, auch viele weitere Merkmale wurden schlichtweg verdoppelt. Dazu gehört mit dem neuen Dual EXPEED 6 jetzt die um Faktor 2 erhöhte Bildprozessorleistung, die beiden Kameramodellen zur Verfügung steht. Trotz einer erheblichen Leistungssteigerung soll der Dual EXPEED 6 eine gegenüber den bisherigen Z-Modellen eine vergleichbare Energieeffizienz erreichen.

Das schnellere Prozessorsystem und ein deutlich vergrößerter Pufferspeicher sind die Grundlage weiterer Verbesserungen. Die Serienbildleistung der Z 6II stieg von 12 auf 14 Bilder pro Sekunde, die Z 7II nimmt nun 10 statt 9 Bilder pro Sekunde auf. Die zweite Generation der Z 6 kann dabei bis zu 124 Bilder statt zuvor 37 Raw-Aufnahmen im Zwischenspeicher halten; die Z 7II speichert nun 73 Fotos statt zuvor 23 Bilder, bevor die Daten auf die Karten geschrieben werden müssen.

Die AF-Verfolgung wurde hinsichtlich ihrer Genauigkeit verbessert und erheblich beschleunigt. Zudem arbeitet das Fokussystem nun zuverlässiger bei weniger Licht : Für die Z 6II gilt eine Steigerung von minus 4,5 statt zuvor minus 3,5 Lichtstufen, die Z 7II steigert sich von minus 2,0 auf minus 3,0 EV-Stufen. Der Lowlight-Autofokus für besonders dunkle Aufnahmesituationen bleibt bei der Z 6II bei minus 6 EV-Stufen und bei der Z 7II bei minus 7 Lichtstufen. Die Augen- und Gesichtserkennung bei der automatischen Scharfeinstellung gilt für Mensch und Tier sowie im Messfeldbereich „Wide-L“. Die Gesichts- und Augenerkennung lässt sich auch bei der 4K-Videoaufzeichnung nutzen, die die beiden neuen Nikons mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde beherrschen.

Noch eine Verdopplung: Beide Neuvorstellungen besitzen nun auch zwei Speicherkartenschächte. Neben dem bisherigen Einschub für CFexpress- beziehungsweise XQD-Karten kommt bei der Z 6II und der Z 7II jetzt jeweils ein SD-Speicherkartenschacht hinzu.

Die weiteren Veränderungen betreffen vermeintliche Kleinigkeiten, zu denen etwa ein griffigeres Haupteinstellrad gehört. Aber vielfach sind es eben diese Details, die den Fortschritt ausmachen, denn die neuen Kameras können jetzt auch per USB-C etwa von einer Powerbank aufgeladen werden. Mit dem MB-N11 steht für die beiden Z-Modelle, die sich wie ihre Vorgängerinnen äußerlich praktisch nur im Namenszug auf der Frontseite unterscheiden, ein Batteriegriff mit Hochformatauslöser zur Verfügung. Insgesamt wurde das Batteriemanagement für mehr Bilder und längere Videoaufzeichnungen verbessert.

Die mit internen Bildstabilisatoren und einem Z-Bajonett-System ausgerüsteten Kameras kommen leicht zeitversetzt auf den Markt. Die Nikon Z 6II soll Anfang November 2020 für 2.143 Euro erhältlich sein, der Body der Nikon Z 7II wird ab Anfang Dezember 2020 für 3.313 Euro erhältlich sein. Beide Kameras werden auch in preislich attraktiven Kits etwa mit dem Z 24-70 mm 1:4 und/oder dem FTZ-Adapter angeboten, mit dem die F-Objektive der Nikon-SLRs an den spiegellosen Neuheiten verwendet werden können. Noch bis 10. Januar 2021 gilt eine Trade-in-Sonderaktion. Wer beim Kauf der beiden neuen Nikons eine gebrauchte, aber noch funktionsfähige Kamera in Zahlung gibt, bekommt einen Rabatt von 200 Euro zurück erstattet.

Um 14 Uhr (14.10.2020) findet die offizielle Vorstellung der neuen Kameras im Internet statt. Unter der Web-Adresse https://www.nikon.de/de_DE/products/category_pages/digital_cameras/mirrorless/the_next_chapter.page kann jeder kostenlos daran teilnehmen.


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