Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Pentacon gibt auch Handelsgeschäft auf

Finales Aus für Practica-Kameras

Bereits im Jahr 1990 wurde in Dresden der Bau von analogen Spiegelreflexkameras der Traditionsmarke „Practica“ eingestellt. Stattdessen setzte Pentacon als ein Unternehmen der Schneider-Gruppe auf den Zukauf von asiatischen Kompaktkameras, die unter den Markennahmen „Practica“ und „Exakta“ vertrieben wurden. Mit einem Gesellschafterbeschluss vom März 2015 wird sich das Unternehmen zum 30. Juni 2015 auch von dieser Vertriebsform trennen.

Damit endet ein weiteres Stück deutscher Kamerageschichte jetzt endgültig, denn Pentacon wird sich in Zukunft ausschließlich auf das erfolgreiche Industrie- und Automotivegeschäft konzentrieren.

Practica hatte mit den digitalen Kompaktkameras zu Spitzenzeiten einen deutschlandweiten Marktanteil von acht Prozent und lieferte die Kameras erfolgreich in 40 Länder dieser Welt. Doch laut Pentacon-Geschäftsführer Michael Bledau gingen „die Umbrüche […] im Fotogeschäft, die internationale Finanzkrise und das verstärkte Aufkommen von Smartphones und Spiegelreflexkameras“ nicht spurlos am Unternehmen vorüber.

 


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