Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Kameras 

Profi-Wünsche erfüllt: Panasonic G9

Super-Sprinter unter spiegellosen Systemkameras

Panasonic will es wissen: Mit der Lumix G9 stellt das Unternehmen eine neue DSLM-Kamera vor, die explizit für den professionellen Einsatz konzipiert ist. Das Micro-Four-Thirds-Modell mit einem neu entwickelten 20-Megapixel-Sensor macht schon rein äußerlich deutlich, wohin die Reise geht. Das wuchtige Gehäuse mit seinem dicken Griff und der Daumenmulde hinten schmiegt sich perfekt in die Hand des Fotografen ein und gibt so festen Halt. Die auf Basis eines Magnesium-Chassis aufgebaute G9 ist wasserfest, um bei Naturaufnahmen oder in der Sportfotografie bei allen Wetterbedingungen bedenkenlos eingesetzt werden zu können.

Apropos Sport: Das neue „Hybrid-Kontrast“-Autofokussystem mit 225 Feldern ist rasend schnell, denn es legt die Schärfe innerhalb von 0,04 Sekunden fest. Damit ist es das aktuell schnellste AF-System überhaupt und zudem vielseitig konfigurierbar, um etwa Fokuspunkte zu frei verschiebbaren Gruppen zusammenfassen zu können, wenn der Fotograf möchte, dass sich die Kamera auf einen bestimmten Bildbereich konzentriert. Bei ersten Testaufnahmen mit einem Vorserienmodell ließ die Kamera dann im AF-C-Modus die aktiven Fokuspunkte blitzschnell über das Motiv tänzeln, um etwa Tänzer oder selbst galoppierende Pferde im Blick zu behalten. Verwacklungsfrei waren die Aufnahmen, weil das neue Bildstabilisator-System rekordverdächtig bis zu 6,5 Blendenstufen (!) längere Belichtungszeiten erlaubt. Bis zu 60 Bilder pro Sekunde sind im Serienbildmodus mit fixiertem Fokus möglich, bei Fokusnachführung zeichnet die neue G9 satte 20 Bilder pro Sekunde auf. Natürlich unterstützt sie auch Panasonics 6K-Photo-Funktion, bei der praktisch endlose Bildserien mit 30 Aufnahmen pro Sekunde als Videodateien gespeichert werden, aus denen sich einzelne 18-Megapixel-Fotos frei wählen lassen.

Die Bedienung des Fokussystems, der Menüs und mehr ist durch viele Einstellräder sowie eines kleinen Joysticks auf der Rückseite einfach, schnell und intuitiv. Dabei hilft auch das neue Status-Display auf der Oberseite, das zu den größten Modellen bei spiegellosen Systemkameras gehört und alle wichtigen Informationen auf einen Blick zeigt.

Ebenfalls auffallend: Der riesige elektronische Sucher, der eine Auflösung von 3,68 Millionen RGB-Bildpunkten darstellt und umgerechnet in das Kleinbildformat einen Vergrößerungsfaktor von 0,83 bietet. Er ist damit so groß, dass er per Tastendruck elektronisch verkleinert werden kann, damit das durch das Okular blickende Auge das ganze Bild im Überblick behält und bei schnellen Bewegungen nicht ständig nach rechts und links schwenken muss.

Ergänzt wird der Sucher durch einen Klappmonitor auf der Rückseite, der sich durch das Drehgelenk auch nach vorn schwenken lässt und 1,04 Millionen RGB-Bildpunkte wiedergibt.

Von dem bisherigen Panasonic-Flaggschiff GH5, die als „Hybrid-Kamera“ sowohl für 4K-Filmaufnahmen als auch Fotografie konzipiert ist, unterschiedet sich die neue G9 durch ihre konsequente Ausrichtung auf die Erfassung von Bildern. Allerdings kann auch sie natürlich 4K-Filme aufzeichnen, bietet nur nicht die umfassenden Einstellmöglichkeiten etwa für Datenraten und mehr, die die GH5 erlaubt. Gespeichert werden Videos und Fotos auf zwei SD-Speicherkartenschächten (UHS-II), die gemeinsam etwa für die parallele Raw- und JPEG-Aufzeichnung auf jeweils unterschiedlichen Karten genutzt werden können.

Die Panasonic G9 kommt Mitte bis Ende Dezember 2017 auf den Markt. Sie wird für 1.699 Euro angeboten.


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