Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Notizen  

Projekte für kritischen Bildjournalismus ausgewählt

Getty lässt tiefer schürfen

„Getty Images" fördert mit den "Grants for Editorial Photography 2013" den kritischen Bildjournalismus. Angesichts von schrumpfenden Auslandsredaktionen und fehlender Investition für Hintergrundrecherchen kommt diese Initiative allen Menschen zugute. Fünf ausgewählte Fotojournalisten erhalten Stipendien in Höhe von jeweils 10.000 US-Dollar. Darüber hinaus erhalten sie redaktionelle Unterstützung von Getty Images. Auf diese Weise können sie außergewöhnliche Projekte durchführen.

Matt Eich lebte mit den Menschen in Greenwood, Mississippi, USA. Viel zu oft wird dort ein Opfer von Gewalt beerdigt. Diese Gewalt beginnt mit der Armut. Auch wenn in den USA für jedermann die Klassenschranken neben den Rassenschranken prägend sind, sagen die Fakten: Armut und schlechte Jobs sind auf ethnische Gruppen, kurz Afroamerikaner, konzentriert. Matt Eich recherchiert die Hintergründe.

Eugene Richards, beschäftigt sich mit den Folgen des Irakkriegs. In "War is Personal" betrachtet er die Rückkehr von Tausenden von Soldaten aus Afghanistan, steigende Suizidzahlen bei Militärangehörigen und die Vielzahl obdach- und arbeitsloser Kriegsveteranen.

Samuel James analysiert die Tatsache, dass Nigeria einen riesigen Ölreichtum besitzt, aber viele seiner Bürger unterhalb der Armutsgrenze leben. Mit seinem Projekt gibt James denjenigen ein Gesicht, die Schleichhandel betreiben und illegale und umweltschädliche Geschäfte tätigen, um ihr Überleben zu sichern – den Männern und Frauen, die das „schwarze Gold“ in tiefer Nacht zu Käufern bringen, die entweder vor der Küste oder weiter im Landesinneren auf einem der Nebenflüsse warten.

Tomas van Houtryve legt den Mythos vom sauberen Krieg mit Drohnen offen. Tatsächlich sind unter den 2.800 Getöteten 178 Kinder. Houtryve will untersuchen, was es heißt, von Drohnen beobachtet und verfolgt zu werden.

Marco Gualazzini stellt die berüchtigte kongolesische Rebellentruppe M23 vor. Sie übt die Kontrolle über Nord-Kivu und die Provinzhauptstadt Goma und damit auch die Bodenschätze aus. Solange sie die Bevölkerung als Geisel besitzt, ist sie auch als internationaler Handelspartner gefragt. Schwerpunkt dieser Reportage ist es, die historischen Ereignisse zu dokumentieren und tiefe, realistische Einblicke in das Leben der Täter und der Opfer zu geben.

 

Bild: Marco Gualazzini. Die Regierungstruppen der FARDC sind unterbezahlt und wenig überzeugt von ihrer Mission. Daher sind sie neben den Rebellen ebenfalls für Korruption und Gewalt im Kongo verantwortlich.

 


Anzeige