Überwachung mit Smart Glasses
ICE-Beamte werden zu wandelnde Daten-Lecks
Wie die „New York Times“ berichtete, verbot die Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) ihren Mitarbeitern, Brillen des Meta-Konzerns zu tragen. Sie befürchtet, dass so "sensible Informationen" aufgezeichnet oder geteilt werden. Im Klartext heißt dies, dass sie befürchten, dass weitere Videos von brutalen Einsätzen auftauchen.
Die Richtlinie gelte für alle Mitarbeiter der Behörde, nicht nur für Beamte im Außendienst. Auch wenn das Verbot aller Body Cams schon zuvor galt und jetzt nur wiederholt wurde, zeigt es, wie häufig offenbar die Smart-Brillen von Meta zum Einsatz kommen. Das unabhängige Medienunternehmen 404 Media und die eine britische Internet-Zeitung „The Independent“ berichteten über mehrere Sichtungen in mindestens sechs Bundesstaaten. Ironischerweise schalten Polizisten ihre Body Cams in solchen Momenten "unbeabsichtigt" aus oder sie haben einen spontanen Defekt. Doch bei Smart Glasses besteht wohl die Gefahr, dass ICE-Beamte dies vergessen.
Allerdings will die ICE eigene maßgeschneiderten Smart-Brillen einführen, die über „biometrische Identifizierungsfunktionen“ verfügen. Wenn Meta sie liefert, dürfte sich die Firma allerdings noch unbeliebter bei allen machen, die einer Überwachung mittels Smart Glasses kritisch gegenüberstehen.