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Alfred Ehrhardt lichtete das Watt ab

Die Nordsee als Künstler

Vom 18. Januar bis 27. April 2014 geht man in der "Alfred Ehrhardt Stiftung Berlin" auf Wattwanderung. Sie führt an 70 Vintage-Abzügen entlang, die von 1933 bis 1936 entstanden. Sie entstammen der Kamera von Alfred Ehrhardt, der von 1901 bis 1984 lebte.

Der Fotograf betrachtete die Natur mit dem analytisch geschulten Blick der "Neuen Sachlichkeit". Dieser Kunstrichtung zufolge sollte sich derjenige hinter der Kamera zurücknehmen und die Dinge in ihrer schlichten Schönheit zeigen. Aus der Distanz heraus entdeckten die Künstler vor allem Linien und Flächen. Ehrhardt etwa lichtete Wellen, Priele und Dünen mit akribischer Fototechnik ab. Er fand sie zwischen den Inseln Scharhörn und Neuwerk vor der Hafenstadt Cuxhaven.

Ehrhardts Bilder schulen den Blick des Betrachters. Er selbst lernte diese Fähigkeit auf einem verschlungenen Bildungsweg: Er war zuerst Organist, Chorleiter, Komponist, Maler und Kunstpädagoge. Nach einem Aufenthalt am Dessauer Bauhaus 1928/29 leitete er an der Landeskunstschule Hamburg einen Vorkurs für Materialkunde. Nach der Entlassung aus dem Hochschuldienst durch die Nationalsozialisten 1933 wandte er sich der Fotografie und dem Film zu.

 


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