Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Bilder vom tropischen Sozialismus

Die mediale Revolution

Letztlich fand 1959 auf Kuba nur ein dilettantischer Umsturz gegen eine marode Diktatur statt. Er erlangte Bedeutung, weil die USA vor ihrer Haustür keinesfalls ein kommunistisches Land haben wollten und weil er den revolutionären Geist der folgenden Jahre beflügelte. Die beste Werbung für sie waren die Jesus-gleichen Fotos von Che Guevara. Auf einem erscheint er mit langem Haar wie der lebende Erlöser, aufgebahrt erinnert er an die Kreuzabnahme. Heute hat es das Land endlich zum Paradies der Arbeiterklasse geschafft - die allerdings aus westlichen Touristen besteht.

Die "Michael Horbach Stiftung" in Köln zeigt bis 10. Januar 2014 mehr als diese Ikonen. Ausgestellt sind rund 100 Originalfotografien aus dem revolutionären Kuba vom Ende des Batista-Regimes bis zur Kuba-Krise 1963. Sie stammen aus der Sammlung des Wiener Fotografen Christian Skrein, der in mehr als 15 Jahren rund 4.500 Werke zum Thema zusammengetragen hat. Unter den Exponaten befinden sich berühmte Bilddokumente wie die Che-Porträts von Alberto Korda oder Renée Burri, aber auch weniger spektakuläre Motive, die Hintergrund und soziales Leben im Kuba dieser Zeit beleuchten.

Bild: Osvaldo Salas, Der Guerillaführer Camilo Cienfuegos beim Einzug in Havanna, 8. Januar 1959

 


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