Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Das Netz wird enger

Microsoft optimiert Gesichtserkennung

Gesichtserkennung ist allgegenwärtig: Im Guten hilft sie Fotografen, scharfe und perfekt belichtete Porträts zu erhalten, im Bösen dient sie dem Überwachungsstaat. Wer weiblich und gut gebräunt ist, hatte bislang gute Chancen, aus dem Netz zu schlüpfen. Laut dem Software-Hersteller Microsoft schneiden entsprechende Programme bei Männern mit heller Haut am besten und bei Frauen mit dunkler Haut am schlechtesten ab. Doch die Firma arbeitete erfolgreich daran, auch diese Maschen enger zu stricken. Laut eigenen Angaben konnte sie die Fehlerquote bei Männern und Frauen mit dunklerer Haut um 20 Prozent reduzieren.

Letztendlich liegt das Problem bei den zugrunde liegenden Trainingsdaten. Daher erweiterte das Microsoft-Team sein Erkennungssystem um drei wichtige Änderungen: die Motive wurden vielfältiger, die Datensätze größer und sie wurden gezielt bezüglich Hautfarbe, Geschlecht und Alter zusammengesetzt. Gerüchte, das etwa die Gesichtserkennung von Kameras aus asiatischer Herstellung vor allem auf Asiaten abgestimmt sei, dürften damit endgültig an Bedeutung verlieren.


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