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Kriegsende

Robert Capas Fotos aus dem Sommer 1945

Im Sommer 1945 dokumentierte der legendäre Kriegsfotograf Robert Capa das zerstörte Berlin: Er blickte auf eine befreite Stadt und ihre Menschen, auf alliierte Soldaten, und das Leben der Einwohner inmitten der Trümmer. Die Momentaufnahme der Stadt und ihrer Bewohner ist jetzt erstmals in großem Umfang zu sehen: 75 Jahre nach der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus werden 120 Fotografien aus Capas Berlin-Konvolut in der Ausstellung „Robert Capa. Berlin Sommer 1945“ ab dem 9. September 2020 bis Ende April 1921 in der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum gezeigt.

In einer imaginierten Route folgt die Ausstellung Capas fotografischem Streifzug durch die Stadt: von West nach Ost, vom Kurfürstendamm zum Boulevard Unter den Linden, vom Bahnhof Zoo entlang des Tiergartens zum Brandenburger Tor, Alexanderplatz und Potsdamer Platz. Der Blick des Fotografen gilt weniger der kriegsversehrten, zerstörten Architektur als vielmehr dem Leben, das darin stattfindet. Das einträchtige Feiern der Siegermächte im Tanzcafé Femina ist ebenso Motiv seiner Bilder wie spielende Kinder auf ausgebrannten Kriegsfahrzeugen, Flüchtlingszüge durch die Stadt, überlebende Tiere des Berliner Zoos, Menschen vor provisorischen Verkaufsstellen von Lebensmitteln und Zeitungen und eine Lesende in den Ruinen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in Deutsch und Englisch: Robert Capa: Berlin Sommer / Summer 1945“, Salzgeber, 160 Seiten, ca. 70 Abbildungen, Preis: 19,80 Euro in der Ausstellung, 24,80 Euro im Buchhandel.


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