Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Mit feinem Lichtpinsel

Blossfeldt versus Dine

Karl Blossfeldt (1865 bis 1932) und Jim Dine (geboren 1935) trennt ein ganzes Lebensalter. Den toten Kunstprofessor und den Pop-Art-Künstler verbindet aber, dass beide die Schönheit von Pflanzenformen achtsam wahrnahmen und im jeweils eigenen Stil ablichteten.

Dines Werke werden allerdings sicher einige Erwartungen unterlaufen. Er firmiert zwar unter dem Etikett Pop-Art, doch sieht man keine Blumen in Primärfarben oder ähnliches. Er selbst sagt dazu: "Ich hätte mich sehr gefreut, Pop-Art-Künstler zu sein. Ich habe mich sehr mit Pop Art und diesen Jungs beschäftigt. Aber seien wir ehrlich, ich war keiner. Ich habe einige populäre Bilder verwendet, Objekte mehr als alles andere. Aber Ich habe den Konsum nicht verherrlicht, nichts dergleichen."

Auch interessierte Dine einerseits nicht nur ein Produkt, sondern auch die Werkzeuge, mit denen es hergestellt wurde. Andererseits widmetet er sich einfache Formen und Objekte. Das erklärt, warum seine Bildausschnitte nach Schnappschüssen aussehen, die aber umständlich mithilfe von Kupferplatten gedruckt sind.

Die Fotoausstellung „Poesie der Pflanze“ in der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln, stellt den Arbeiten Blossfeldts etwa 40 Heliogravüren von Dine gegenüber. Die Ausstellung steht noch bis 21. Juli 2019 den Besuchern offen.


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