Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
| Kategorien:  Kameras  

Sony A7R III

Das Warten hat ein Ende

Mit der A7R III erweitert Sony seine A7-Vollformatkameraserie um ein neues Modell. Auf diese Neuigkeit hat die Sony-Fangemeinde lange gewartet und bis zum Schluss blieb es ein gut gehütetes Geheimnis, ob es sich bei der neuen Kamera um eine Erweiterung der A7- oder der neuen A9-Serie handeln wird. 

Ebenso wie die Vorgängerin A7R II löst die Neue mit 42,4 Megapixel auf. Neu ist der Pixel-Shift-Mehrfachaufnahmemodus, der zusammengesetzte Bilder mit extrem hoher Auflösung realisieren lässt. In diesem Modus verschiebt die Kamera den Sensor in Ein-Pixel-Schritten, um aus vier Einzelbildern ein Gesamtwerk mit insgesamt 169,6 Megapixel zu erzeugen.

Auch auf weitere verlässliche Helfer der Reihe wie den optischen 5-Achsen-Bildstabilisator und den Hybrid-Autofokus wird gesetzt. Die Leistungen konnten jeweils optimiert werden: Statt wie bisher 4,5 verschafft der Bildstabilisator nun bis zu 5,5 Blendenstufen mehr Spielraum. Auch die Scharfstellung sowie die Verarbeitungsgeschwinsdigkeit der Daten soll nun bis zu zweimal so schnell geschehen. Das ist auch nötig, da die Serienbildgeschwindigkeit von fünf auf zehn Bilder pro Sekunde bei kontiuierlicher Schärfenachführung verdoppelt wurde. Mit 399 Phasendetektionspunkten besitzt sie genau so viele AF-Punkte wie ihre Vorgängerin. Der Kontrastautofokus wurde aber um ganze 400 AF-Felder aufgestockt.

Die Auslösung kann bei elektronischem Verschluss komplett geräuschlos erfolgen. Die Sensation, Serienbilder ohne im Live-View-Modus ohne jegliche Verzögerung auf dem Monitor zu erledigen, schafft die A7R III im Gegensatz zur größeren Schwester A9 nicht ganz. Sony verspricht aber nur minimale Verzögerungen, sodass auch das erfassen schnell bewegter Motive zuverlässig erfolgen kann.

Für solche Geschwindigkeiten sind entsprechend schnelle UHS-II-Karten im SD-Format nötig. Sind diese in einen der zwei Speicher-Slots eingelegt, lassen sich bis zu 76 JPEG- oder 28 unkomprimierte Raw-Bilder in Folge aufzeichnen.

Der Sensor soll dank spezieller Beschichtungen einen Dynamikumfang von bis zu 15 Blendenstufen in den Bildern ermöglichen. Seine Lichtempfindlichkeit wurde moderat von ISO 25.600 auf ISO 32.000 erhöht. Im erweiterten Modus sind ISO 50 bis 102.400 für Fotos wählbar.

Dank USB-C-Schnittstelle der Generation 3.1 werden Aufnahmen in Rekordzeit auf den Rechner übertragen. Dank NFC-Chip und Wi-Fi-Funktionen ist eine drahtlose verbindung zu mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablet-PCs aber auch möglich.

Auch Filmer erfreut die neue Sony-Kamera: Sie nimmt Videos in 4K-Auflösung mit voller Pixelauflösung auf. Beim Filmen im Super 35-Millimeter-Format liest die Kamera jedes einzelne Pixel aus – ohne Pixel-Binning – und erfasst so sogar 5K-Daten. Mit der Kamera können bis zu 120 Bilder pro Sekunde in Full-HD-Auflösung mit bis zu 100 Mbit/s aufgenommen werden.

Die neue Sony A7R III wird 3.500 Euro kosten.


Anzeige