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SUMO wird 20

Helmut Newton Stiftung feiert hoch drei

Helmut Newton (1920 bis 2004) bietet mehrfachen Anlass zum Feiern: Sein legendäres Fotobuch, eine private Fotosammlung und drei ehemalige Assistenten sind die Zutaten für die neue Ausstellung in der Helmut Newton Stiftung. Sie wird am 6. Juni 2019 in Berlin eröffnet.

Im Jahr 1999, also vor 20 Jahren, veröffentlichte der TASCHEN-Verlag das monumentale Kunstbuch SUMO. Der Fotograf Newton signierte es persönlich, das Format betrug 70 mal 50 Zentimeter, die Auflage war auf 10.000 Exemplare begrenzt und der Designer Philippe Starck entwarf den Metallständer. Nun wird SUMO erneut in der Helmut Newton Stiftung präsentiert: Wir begegnen im Buch und in der Berliner Ausstellung unter anderem Newtons berühmten Big Nudes, vielen Modebildern für die unterschiedlichen Ausgaben der Vogue, für Elle, Stern oder Vanity Fair sowie Porträts von bekannten Schauspielerinnen oder Künstlern, darunter Liz Taylor und Jodie Foster oder Salvador Dalí und Andy Warhol.

Ergänzt wird Newtons SUMO-Ausstellung durch Werke von drei seiner ehemaligen Assistenten: Mark Arbeit, George Holz und Just Loomis. Diese hatten bereits 2010 unter dem Titel „Three Boys from Pasadena“ eine Gruppenausstellung, die jetzt nochmals erweitert wurde. Mark Arbeit zeigt neue, lebensgroße Fotogramme von weiblichen Modellen sowie kleinformatige Fotogramme von Spielzeug-Puppen, die als Hommage an Helmut Newton und seine Sammelleidenschaft zu verstehen sind. George Holz präsentiert – neben den Schwarz-Weiß-Aktbildern der früheren Ausstellung – zahlreiche seiner bekannten Hollywood-Porträts, darunter Madonna, Andie MacDowell, Jack Nicholson oder Steven Spielberg, von denen viele zuvor in renommierten Zeitschriften und auf deren Titelseiten publiziert wurden. Just Loomis schließlich hat einige seiner „Backstage“-Arbeiten ausgewählt, die seine „Americana“-Serie aus der Berliner Ausstellung 2009 ergänzen. Mit „Backstage“ zeigt uns Loomis die andere Seite des strahlenden Modegeschäfts, die Konzentration und Hektik vor dem Auftritt auf dem Laufsteg sowie Emotionen unterschiedlicher Art.

Erstmals wird auch die exquisite private Fotosammlung von Helmut und June Newton öffentlich vorgestellt, die sich seit kurzem als Depositum in der Helmut Newton Stiftung befindet. In „June’s Room“ hängen nun über 50 wertvolle Vintage Prints in der originalen Rahmung, darunter Porträts von August Sander, Brassaï, Ralph Gibson, Mary Ellen Mark, Irving Penn oder George Hurrell, Aktbilder von Man Ray, Robert Mapplethorpe, Henri Cartier-Bresson, Frantisek Drtikol, Diane Arbus und Chris von Wangenheim, Modeaufnahmen von Horst P. Horst, George Hoyningen-Huene, Richard Avedon sowie Landschaften von Franco Fontana und Peter Beard – kurzum, eine Auswahl der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.  


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