Erstellt von FOTO HITS-Redaktion
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Alte Kunst der Ambrotypie zu neuem Leben erweckt

Weiß auf Schwarz

Matthias Olmeta verbindet die uralte Kunst der Ambrotypie mit schamanistischen Ritualen. Damit beschwört er außergewöhnliche Porträts herauf. Sie sind unter dem Titel "Zerbrechliche Kunst. Weiß auf Schwarz" im Atelier Jungwirth in Graz zu sehen. Die Ausstellung steht bis 28. Juni 2014 offen.

Die Ambrotypie wurde um 1850 entwickelt. Dabei wird auf eine Glasplatte eine Gelatine-artige Mischung aus Kollodiumwolle und Salzen aufgebracht. Ein Bad in einer Silbernitratlösung macht die Platte feucht und lichtempfindlich. Nach der Entwicklung und Fixierung entsteht ein Glasnegativ, das vor schwarzem Untergrund als Positiv erscheint. Olmeta fotografiert auf diese Weise Kinder und Alte, aber auch Tierschädel und getrocknete Insekten.

Der Fotograf arbeitet laut eigenen Worten dabei in einem Trancezustand, um Visionen von einer Realität hinter der gewöhnlichen zu erleben. Auch diejenigen vor der Kamera sollen so "ihren Mittelpunkt finden und ihr inneres Selbst. Dann ergibt sich tatsächlich eine Alchemie zwischen ihnen, den chemischen Zutaten und mir." In einem Interview in FOTO HITS 5/2014 erzählt er mehr von seiner verblüffenden Technik. Die Ausgabe ist ab 23. April im Handel.

Im Anschluss an die Ausstellung wird Olmeta sein Studio für zwei Tage im Atelier Jungwirth einrichten. Dort kann man eigene Kinder im Alter zwischen fünf und 15 Jahren im Stil der Ambrotypie ablichten lassen. Anmeldung und weitere Informationen gibt es entweder direkt im Atelier oder unter mail@atelierjungwirth.com.

 


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